Ein schönes Beispiel für Verschwörungstheoretiker/innen:

Auf Hunderten von Seiten:

Seit der Erstellung des aktuell gültigen Verkehrskonzeptes ca. 1986 (zugängliche Dokumente ab ca. 1988, sowohl amtlich als auch vom Planungsbüro, das bis heute für die Stadt Böblingen tätig ist), wurde von mir in keinem Dokument auch nur das Wort "Friedrich-List-Straße" gefunden, geschweige irgendwelche Verkehrszahlen oder Prognosen hinsichtlich der Auswirkungen der seit einigen Jahren Stück für Stück umgesetzten Stadtentwicklung. Erst 2005 wurde dem Technischen Ausschuss (ATUS) eine Prognose vorgelegt, auf dem die erwarteten Verkehrszahlen eingetragen waren. Die FLS war zwar auf dem Plan enthalten, jedoch ohne Bezeichnung und ohne Bezifferung der Verkehrszahlen. Erst auf Drängen des ATUS wurde die Zahl für die FLS in einem Schreiben nachgereicht. Über die Qualität der Zahlen lässt sich trefflich streiten, interessant ist jedoch das komplette Totschweigen der FLS über einen Zeitraum von 20 Jahren. Und das, obwohl bzw. weil sie, wie sich nun herausstellt, als neue Hauptverkehrsachse für Böblingen vorgesehen ist.

Nachtrag vom 19.4.2008

Ich entschuldige mich demütigst für mein jahrelangen falschen Unterstellungen und gestehe, dass das Wort "Friedrich-List-Straße" doch einmal auftaucht. Und zwar in der "Fortschreibung Verkehrskonzept Unterstadt im Rahmen der Gesamtverkehrskonzeption Böblingen" (Planungsbüro Kölz) auf Seite 19. Dort wird formuliert ".....die Verkehrsbelastung im Knoten Friedrich-List-Platz zu reduzieren. Die Ergebnisse der Umlegung zeigen, dass sich ein Teil des unterbundenen Verkehrs auf Alternativrouten und hier insbesondere auf die Sindelfinger Straße / Friedrich-List-Straße verlagert...."

Verzeihung...Zerknirsch....

Die alte B14 wird reaktiviert.

Es ist ja auch viel billiger und einfacher, 300 - 1000 Anwohnern Gesundheit und Immobilien zu ruinieren, als eine Umgehungsstraße zu bauen, bzw. im Falle der vorhandenen Leibnizstraße, eine entsprechende Beschilderung aufzustellen. Und man kann sich den Lärmschutz sparen, denn ob 74 oder 78 dB(A) - das ist einerlei, die Grenzwerte sind in der FLS ohnehin seit Jahrzehnten überschritten (Lärmkarte aus den 80er Jahren) und gesundheitsgefährdend bleibt gesundheitsgefährdend. Wieviel mehr darf's denn sein? Die bestehende Umfahrung ohne Wohnbebauung bleibt damit unbehelligt und dient weiter dem innerstädtischen Verkehr unserer Nachbarstadt.

Deshalb bleiben wir auch im Regionalplan als Straße für den regionalen Verkehr, wird der Anschluß BB-Ost zum Vollanschluß gemacht und der achtstreifige Ausbau der A 81 ist nur bis BB-Ost vorgesehen. Zudem fußt die gesamte Stadtentwicklungsplanung samt Verkehrskonzept auf der dramatisch erhöhten (vorsichtig: Verdreifachung) des Verkehrs in den Wohnstrassen FLS und Landhausstraße. Wir werden auch noch andere Interessengruppen darüber informieren, dass wir das wissen.

Inzwischen gibt es Bestrebungen, die teilweise sogar öffentlich zugänglich sind, den einzig sinnvollen Teil des veralteten und von vielen Fehlern geprägten Verkehrskonzeptes zu kippen. Manche Kräfte wollen die ohnehin zu knapp geplante Nordtangente Leibnizstraße - Flugfeld-Allee verhindern. Das könnte gelingen, auch wenn die Stadt sich noch dagegen ausspricht. Allerdings könnten Kosten für Lärmschutz und Bau eingespart werden. Das vereinfacht die Sache doch. Weiter so. Die Liststräßler sind ohnehin seit Jahrzehnten als Kollateralschaden heimlich eingeplant, bzw. ganz offiziell von Entlastungsmaßnahmen ausgeschlossen.

Es gibt viele weitere Punkte, die einen gezielt oder fahrlässig in Kauf genommenen Kollateralschaden FLS belegen. Aktuell zu erwähnen wäre das teure elektronische Stauschild, das so gut wie wirkungslos bleibt. Es funktioniert zwar bestens, aber wird von ungefähr 0% der Verkehrsteilnehmer beachtet. Die Staus hatten sich schon zuvor drastisch vermindert. Ausserdem wirkt die ebenfalls zuvor installierte dynamische Ampelschaltung ohne weitere Kosten und Aufwendungen wesentlich effektiver. Warum wurde nicht ein Nachtfahrverbot erlassen, oder die Tonnage auf 3,5 begrenzt, oder ein Blitz aufgestellt, oder Verkehrskontrollen regelmäßig durchgeführt oder auch nur eine einzige sinnvolle und kostensparende verkehrsrechtliche Anordnung erlassen? Ja, warum nur? Weil das alles hemmend auf den überörtlichen Durchgangsverkehr der neuen Hauptverkehrsachse "alte B 14/Friedrich-List-Straße" wirken könnte.

Ein kleines "Schmankerl": die Verhöhnung der Anwohnerschaft in der FLS (und Landhausstraße) findet seit Jahren statt und wurde bisher stillschweigend erduldet. Das wird nun ein wenig deutlicher zur Sprache gebracht werden:

Einige kleine Beispiele dazu illustrieren die Sache etwas.

a) Vor (Wieder-) Beginn unserer Aktivitäten im Jahre 2006 war in etwa auf der Höhe Bismarckplatz seit vielen Jahren das Imitat eines Blitzgerätes angebracht, das zumindest Ortsunkundige etwas beeindruckt hat. Nach unseren ersten öffentlichen Aktionen wurde es abmontiert. Warum? Was will stadt uns damit sagen? Dass wir Dreck sind?

b) Im Jahre 2006 wurde nach unser Vorschlag, den Durchgangsverkehr von der Thermalbadkreuzung über die wohnbebauungsfreie Leibnizstraße (U 6) zu führen, von der Stadt abgelehnt. Die Begründung war u.a., dass "Ortsunkundigen" nicht zugemutet werden könne, einen Umweg zu fahren. Zusätzlich seien Anwohner der Sindelfinger Straße davon betroffen. (liegt in Schriftform vor) Abgesehen davon, dass auch wir betroffen sind, gibt es an der Sindelfinger Straße gar keine Wohnbebauung, die von unserem Streckenvorschlag beeinträchtigt gewesen sein könnte. So viel zur "Verpflichtung zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger", sowie zur Ortskenntnis der Stadtverwaltung.

c) Im Jahre 2006 wurden auch Maßnahmen abgelehnt (Tempo 30 u.a), da die FLS eine "innerörtliche Erschließungsfunktion für den Verkehr von der AS BB-Ost in die Innenstadt" erfülle, also eine innerörtliche Erschließungsstraße. Davor und danach war sie eine "Hauptverkehrsstraße, Stadtstraße, Gemeindestraße, Straße für den überörtlichen Verkehr, keine Wohnstraße, ein Gewerbegebiet", nun ist eine "Kreisstrasse", was ebenfalls nicht korrekt ist, da sie eine "innerörtliche Kreisstrasse" ist - mit Totalzuständigkeit der Stadt Böblingen. So viel zu den profunden Erkenntnissen der Straßenverkehrsbehörde nebst Gemeinderatsmitgliedern (Frage aus dem Technischen Ausschuss am 15.3.2006: "Wer ist denn eigentlich die Straßenverkehrsbehörde?" Antwort von OB Vogelgsang: ".....Ich bin die Straßenverkehrsbehörde.")

Neueste öffentlich gemachte Aussage 17. April 2008: Nebenstraße

d)  Statt den Verkehr über die Leibnizstraße zu lenken, wurden anschließend - und werden immer noch - die Verkehrsteilnehmer per gelbblinkendem Linkspfeil aufgefordert, verstärkt auch durch das Wohngebiet Landhausstraße zu fahren (Tempo-30-Zone).

Es existieren noch weit mehr und wesentlich bedenklichere Aussagen, die m.E. ebenfalls nicht allzusehr auf Kompetenz, Bürgernahe und Hilfsbereitschaft hinweisen. 

Warum wird die Wolfgang-Brumme-Allee zur Flaniermeile erklärt?

So schön ist es dort auch nicht. Vielleicht steckt ja ein cleveres Reisebüro dahinter, das eine Marktlücke für ästhetisch verwirrte Menschen entdeckt hat:  "Have fun visiting world`s craziest boulevards!" - oder "Die unsinnigsten Flaniermeilen der Welt". So werden herrliche Gebauderückseiten, gemütliche Parkhäuser, gepflegte Tankstellen und architektonisch herausragende Fussgängerbrücken die Meilensteine für einen weltweiten trash-town-trip darstellen.

Es gibt noch die Möglichkeit, dass die geheimnisvolle Bewegung "RdH-vsiW!Shsjn." ("Rettet die Hauptverkehrsachsen - verlegt sie in Wohngebiete! Sonst hört sie ja niemand.") dahintersteckt. Die soll eine sehr einflußreiche Zweigstelle in Böblingen haben.

So, auch mal viel Blödsinn geschrieben.

Jetzt kommt der von anderen Stellen. Über den Brummkreisel.

Der konfuse Unsinn - oder ist es planmäßiger Zynismus? - ist teilweise in der Drucksache  07/196 zu lesen. Dort wird aufschlußreich und vom Gemeinderat eifrig abgenickt, auf den Brummkreisel und die herrliche Flaniermeile eingegangen:

"Die teilweise Zweispurigkeit der Zu- und Ausfahrten am Kreisverkehr hat Auswirkungen auf die
Fußgängerquerungen, weil Unterbrechungen des Verkehrsflusses am Kreisverkehr ........verhindert werden sollen............. "

"..die Anforderungsampel (Anm.: am Friedrich-List-Platz) kann stillgelegt werden, da sie den Verkehrsfluss im Kreisverkehr behindern könnte"

"Die Einrichtung von Zebrastreifen ....... wird ebenso nicht empfohlen, weil dies die Leistungsfähigkeit des Kreisverkehrs einschränken würde."

Man will auch die Fussgängerampel zwischen Kreissparkasse und Volksbank stilllegen, mit der Begründung, dass es (nach erheblich verstärktem Verkehr Richtung Friedrich-List-Straße) am "Friedrich-List-Platz alternative Querungsmöglichkeiten gibt", obwohl es dort eben keine mehr gibt.

"zweispurige Einfahrt vom Elbenplatz kommend mit Führung in Richtung Friedrich-List-Straße ......"

"Der Kreisverkehr am Friedrich-List-Platz spielt ........ eine wichtige Rolle, weil er den Richtungswechsel der Wolfgang-Brumme-Allee akzentuiert". Der Richtungswechsel ist ein bisschen zu akzentuiert in Richtung FLS. In der verengten WBA sind wohl noch ein paar zusätzliche Hindernisse für den Verkehr geplant:

" Über die Wolfgang-Brumme-Allee sind weitere ebenerdige Querungen möglich, .......

Im Übrigen ist wohl ein zweispuriger Kreisverkehr vorgesehen, dessen rechte Spur breiter ist und direkt zur FLS führt.

Aufschlußreich sind auch Formulierungen in dem Werk "Entwicklung Unterstadt und Umbauplanung der Kreissparkasse" die auf einen drastisch erhöhten Verkehrsdurchsatz in der FLS schließen lassen:

"Es wird dabei berücksichtigt, dass nach Entfall der Lichtsignalanlage die Flüssigkeit des Verkehrs
für alle Knotenströme verbessert wird und somit die starken Rückstauerscheinungen im Zuge der Friedrich-List-Straße reduziert werden." 
Auf gut deutsch: "Wir stellen alles auf Durchzug, damit die 20.000 Fahrzeuge/Tag auch durchkommen."

Dahinter steht zu lesen, dass es zusätzliche 190 Rechtsabbieger pro 4 Stunden in die WBA geben wird. Übersetzt heißt das, dass wir (und damit auch die Landhausstraße) mehr Verkehr aus Richtung Stuttgart bekommen werden. Indirekt eingestanden werden damit, unter Berücksichtigung des jetzigen, von uns beobachteten Verkehrsverhaltens, mindestens 200 zusätzliche Fahrzeuge/Stunde. Auf den Tag umgerechnet sind dies weit über 2000. Aus der Gegenrichtung werden es viermal so viele sein, da die WBA mit den zusätzlichen "ebenerdigen Querungsmöglichkeiten" für Fussgänger vom Verkehr so gut wie nicht mehr angenommen werden wird.

Der gesamte Verkehr Richtung Autobahn wird durch die FLS fahren, die dann in beide Richtungen (von und zum Vollanschluss BB-Ost) auf grüne Welle gestellt sein wird, um das Verkehrsaufkommen bewältigen zu können. Dadurch werden noch mehr Verkehrsteilnehmer über die FLS fahren, die ansonsten die Anschlußstelle Böblingen/Sindelfingen genutzt hätten.

Noch mehr Blödsinn

Deshalb wird wohl auch die sog. Turbinenlösung vorgeschlagen, die als kleines Schmankerl einen "Bypass" in Richtung FLS beinhaltet. Das ist eigentlich gar kein Kreisel mehr, sondern eine hindernisfreie Straße vom Elbenplatz in die FLS (die weiter oben mit meist grüner Welle in Richtung AS BB-Ost aufwartet). Damit das nicht auffällt, nennt man es immer noch "Kreisverkehrsplatz" (KVP) mit einer "Turbinenlösung" und einem "Bypass". Seltsamerweise hat man vergessen, auch gleich noch Tempo 70 vorzuschlagen, was die Effektivität weiter steigern würde. Dann könnte die A 81 zwischen Böblingen und Sindelfingen vierspurig bleiben und der Ausbau entfiele.

Die eingesparten Mittel sollten dann dazu verwendet werden, die Gehwege in der FLS zu entfernen, um sie vierspurig ausbauen.

Mit dem übrigen Geld würde eine unabhängige Expertengruppe finanziert, 

  • die einen Gesetzesvorschlag zur Strafbarkeit von Lärmwahrnehmungen durch Ohren in Wohngebieten entwirft,
  • Grenzwerte für Wohngebiete an Friedrich-List-Straßen wegen der allgemeinen Unvereinbarkeit mit brummkreiselnden Stadtentwicklungsplanungen für unanwendbar erklärt,
  • Unterhaltungen ohne Zuhilfenahme eines Megaphons in strassennahen Häusern und Wohnungen mit einer Brüllgebühr zwecks Vermeidung unnötigen Lärms belegt,
  • die Erhebung einer jährliche Strafsteuer gegen das zu nahe Stehen von Häusern an der Fahrbahn empfiehlt,
  • und für das vorsätzliche Wohnen in absichtlich für diesen Zweck gebauten Räumlichkeiten, die zusätzlich durch befahrbare Straßen oder Wege erschlossen sind, eine Verpflichtung zum Abriss dieser Räumlichkeiten vorschlägt, insbesondere wenn deren Bewohner mißbräuchlich und wiederholt auf ihre gefährdete Gesundheit hinweisen.

Es ist halt einfacher, eine offizielle, aber praktisch völlig unsinnige, "Attraktivierung der Innenstadt" hergestellt zu haben, statt die Gesundheit irgendwelcher Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Irgendwie wird man das schon durchbringen - vor allem, wenn man den Verband Region Stuttgart (Regionalplan) oder auch nur ein bedeutungsloses Wort wie Kreisstrasse als Sündenbock hinstellt. Ausserdem haben ja alle zugestimmt und die Interessen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger wurden schon im Vorhinein "regelmäßig" berücksichtigt (Begründung für das Nichtvorhandensein der Friedrich-List-Straße in 20 Jahren Stadtentwicklung). Deshalb musste die Friedrich-List-Straße auch nie erwähnt werden. Und auch nicht, "weil irgendwann die Thermalbadkreuzung umgebaut, die Panzerstraße und die Leibnizstraße als wirkungsvolle Tangenten ausgebaut" werden würden. Und ausserdem auch noch "die Autobahn". Das "bringe dann die Entlastung". Bis jetzt wohl nur "Verarschung", meine Damen und Herren!

Sehr bezeichnend.

Die Datengrundlage (Verkehrszahlen) für sämtliche Planungen der Stadt stammt aus dem Erhebungszeitraum um 1988. Man will zwar mit Sindelfingen zusammenarbeiten, hat aber konsequent eine gemeinsame Erhebung anno 2001 abgelehnt und weiter mit den alten Zahlen gearbeitet (angeblich aber "weiterentwickelt" "angepasst" "neu berechnet"). Eine neue Datenerhebung fand im Oktober 2007 statt (beschlossen Ende Januar 2007). Auf diese Zahlen sind wir gespannt. Wir haben nämlich auch gezählt. Davor und danach.

Die Autobahn und die Bundesstraße zwischen Böblingen und Sindelfingen

A 81 und B 14 befinden sich physisch auf dem gleichen Straßenkörper, der eigentlich nur als A 81 bekannt ist. Die B 14 ist vierspurig gebaut und später in die heutige A 81 umgetauft worden. So haben wir nun eine 4-spurige Autobahn und eine nichtexistente 4-spurige Bundesstrasse ohne Standstreifen, die den Verkehr von mindestens 10 Spuren bewältigen müssen.

Diese "Bundesautobahnstrasse" hat auch 5 relevante Umleitungen (Uen), sollte es zu Staus kommen.

Diese Uen führen alle und nahezu ausschließlich über Böblinger Markung.

3 Uen laufen u.a. durch die Innenstadt und über die Hauptverkehrsachse Wolfgang-Brumme-Allee, die bald verengt wird.

2 Uen haben den gleichen Namen: U 6 (U6 über Anschlußstelle Böblingen-Ost und U 6 über Anschlußstelle Sindelfingen-Ost).

3 Uen (U6 BB-Ost, U6 Sifi-Ost, U13 aus Richtung Herrenberg) verlaufen auf 1 Straße , der Leibnizstraße. Bedauerlicherweise nutzen die (dem Autobahnstau ausweichenden) Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gerne weiterhin die Stuttgarter, Landhaus- und die Friedrich-List-Straße, wie soeben beim Erstellen dieser Information (20.3.2008 17.17 Uhr) bei geschlossenen Fenstern zu hören ist (Motorengeräusche Pkw und Lkw im Leerlauf, quietschende Autoreifen beim Abbiegen in die engen Seitenstraßen mit Tempo-30-Zone).

Das übliche Hupkonzert begann vor 20 Min. und lässt bei der durchschnittlichen Geduldsdauer eines durchschnittlichen Verkehrsteilnehmers von ca. 10 Minuten auf die Länge des Staus etwa der halben FLS schließen. Mit berücksichtigt ist dabei die neue dynamische Ampelsteuerung der Stadtverwaltung. Ein Blick aus dem Fenster bestätigt dies (20.3.2008, 17.19 - 17.22 Uhr).

Warum konnte ich trotz 4 Tagen intensiven Nachfragens (25.3. bis 28.3.2008 nach Dienstschluß) nicht herausbekommen, ob die U6 Sindelfingen-Ost amtlich noch auf Böblinger Markung läuft? Nichtzuständigkeiten, Abwesenheiten, ständig belegte Telefonnummern, falsche Telefonnummern, seltsam-subjektive Antworten auf unteren Ebenen, ausgefallene E-Mails, Nichtbescheidwissen, nicht zugängliche Links im Behördenintranet usw. usf..waren die täglichen Freuden. Die sichtbare Beschilderung war am 28.3.2008 um 18.30 Uhr jedenfalls noch wie bisher.

Man hatte es auch trotz jahrelanger Hinweise nicht einmal für nötig befunden, ein sehr altes Schild des ursprünglichen Streckenverlaufs der U6 auf Sindelfinger Markung zu entfernen.

Eine Antwort steht auch noch am 5.4.2008 aus.

Nachtrag vom 17.4.2008

Eine fast unglaubliche Kette von Zufällen, Pech und Missverständnissen scheint sich geklärt zu haben. Anscheinend war alles halb so wild, bzw. aufgrund des nahe zusammen liegenden Konstruktes AS Sifi-Ost/BB-Ost/Fachsprache/Umgangssprache etwas zu kompliziert. Man hat sich jedenfalls sehr viel Mühe gegeben, die Angelegenheit zufriedenstellend zu Ende zu bringen. Kompliment.

Ein schönes Beispiel für Tempo 30:

Die Mühlbachstraße ist von Gebäuderückseiten (z.B. KaufCentrum) und Parkplätzen geprägt. Außerdem kann sie aus der Richtung Talstraße nicht durchgängig befahren werden. Laut Adressbuch 2006 hat sie 1 Anwohner/in. Dort gibt es eine Tempo-30-Zone.

Ein schönes Beispiel "gegen" Tempo 30:

Der ÖPNV könne seine Taktzeiten nicht mehr einhalten, wenn auf 750 m Friedrich-List-Straße - ohne Buslinie und ohne Bushaltestelle - Tempo 30 eingeführt würde. Unter Berücksichtigung der Ampelschaltung beträgt der Zeitverlust ca. 0 - 5 Sekunden. Und die Realität sieht so aus:

Weitere schöne Beispiele gegen die Anwesenheit von Kompetenz und Ortskenntnis liegen uns in Schriftform vor und werden bei Bedarf veröffentlicht.