17.3.2008

Die Interessengemeinschaft Friedrich-List-Straße hat sich neu formiert. Sprecher für Angelegenheiten innerhalb des kommunalen Böblinger Rahmens ist weiterhin Gerhard Müller, für Kontakte mit überörtlichem Bezug ist Daniel Gräble zuständig. Es wurde viel im Hintergrund gearbeitet, Kontakte hergestellt und Bewußtseinsarbeit geleistet. Das wird sich in nächster Zeit bemerkbar machen. Die neue Beschilderung an der Thermalbadkreuzung und die dynamische Ampelschaltung verhindern größere Staus. Dafür dankten wir der Stadtverwaltung Böblingen. Ansonsten unterstützen wir die hoffnungsvollen Ansätze zu einer gemeinsamen Verkehrspolitik mit Sindelfingen. Des weiteren haben wir im Laufe der letzten zwei Wochen über 50 Schreiben an Persönlichkeiten und Institutionen des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens der gesamten Region Stuttgart verfasst, um mit einer gemeinsamen Anstrengung schnell und zügig eine nutzbare Deckellösung mit einer leistungsfähigen Autobahn zu erhalten. Insbesondere die Frage der Finanzierung durch Bundesmittel, sowie weitere mögliche Töpfe waren von wesentlicher Bedeutung. Weitere Aktionen werden bei Bedarf folgen. Ansonsten bleibt alles wie gehabt. Wir haben weiterhin Verkehr mindestens vom 2,5-fachen einer Kreisstraße bzw. vom anderthalbfachen einer Landesstraße. Die Lärmstärke bleibt aufgrund der engen Bebauung beim knapp Dreifachen der Höchstgrenze für Wohngebiete (sowohl berechnet, als auch gemessen). Nur mit einer Temporeduzierung auf 30 und einer konsequenten Leitung des Verkehrs über die Tangenten und/oder die A 81 wird sich daran etwas ändern. Wir arbeiten daran.

Daniel Gräble und Gerhard Müller, Sprecher der Interessengemeinschaft Friedrich-List-Straße, Böblingen.

In diesem Zeitraum gab die Stadt Böblingen eine Pressemitteilung (auch an das regionale Fernsehen) heraus, in welcher sie behauptete, gemeinsam mit uns und anderen Behörden ein Konzept zur verkehrlichen Entlastung der FLS erarbeitet zu haben. Außerdem sollten weitere Maßnahmen folgen. Das konnten wir nicht nachvollziehen und haben deshalb am 26.3.2008 eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet, die bis heute (19.4.2008) trotz Erinnerung nicht beantwortet wurde. Ein ähnlicher Vorgang ist aus Vorjahren noch bekannt ("Maßnahmenpaket" und "strenge Verkehrskontrollen").

10.4.2008

Pressemitteilung


Wir begrüßen die Erfolge beim Lärmschutz an der A 81 und unterstützen die sinnvollen Bemühungen um einen zügigen Ausbau.
Ebenso unterstützen wir den Ausbau der Böblinger Nordtangente, insbesondere die Durchführung zum Flugfeld.
Die öffentlich gemachten Vorschläge zur sog. "Stadtautobahn" oder andere "Teiltangenten"-Lösungen weisen wir zurück.

Zu diesem Zweck wurden Schreiben an das BMVBS, Landtags- und Bundestagsabgeordnete, Verantwortliche in kommunalen Bereichen und weitere Behörden mit der Darstellung unserer Haltung versandt.

Die öffentlich gemachten Gedankenspiele vernachlässigen u.a. nicht nur wesentliche Verkehrströme und verhindern eine Entlastung von Innenstadt und FLS, sondern führen zum Gegenteil, einem zusätzlich erhöhten überörtlichen Durchgangsverkehr.
Auch das Verhalten der Verkehrsteilnehmer fand bisher keinen Eingang in diese Überlegungen.
So wird durch nicht zielführende Diskussionen lediglich Zeit verloren, ohne dass auch nur ansatzweise eine Verbesserung der verkehrlichen Situation erkennbar wäre.

Wir werden die weiteren Entwicklungen mit aufmerksamem Interesse verfolgen und sind gespannt auf die Zusammensetzung der Planungsgruppe. die die weiteren Planungen bez. des Lärmschutzes an der A 81 und den Bau der Nordtangente (mit) entscheidet.



Daniel Gräble
Sprecher der Interessengemeinschaft Friedrich-List-Straße

18.4.2008

Pressemitteilung

Zur Bürgerinformation am 17.4.2008

1.) Die vom Büro Modus Consult festgestellten Zahlen zum derzeitigen Verkehrsaufkommen können wir
a) innerhalb einer großzügigen Schwankungsbreite,
b) im Interesse der raschen Erstellung eines vernünftigen Generalverkehrsplanes
c) und unter Berücksichtigung der Harmonisierung mit den Untersuchungen der Stadt Sindelfingen
vorläufig akzeptieren.
Damit wollen wir dazu beitragen, ein gemeinsames und vor allem gleichberechtigtes Verkehrskonzept der beiden Städte zu ermöglichen.

2.) Die Haltung der Stadt Böblingen in Sachen Nordtangente/Durchführung der Leibnizstraße zum Flugfeld, nebst Lärmschutz für die betroffenen Bereiche, unterstützen wir weiterhin, sowohl in unserem, als auch im Interesse der gesamten Innenstadt.

3.) Die Planungen/Maßnahmen zu den Kreisverkehren und der Verengung der Wolfgang-Brumme-Allee lehnen wir aus folgenden Gründen ab:

a) Die Wolfgang-Brumme-Allee ist eine bewährte, wohnbebauungsfreie Hauptverkehrsachse. Die vorgesehenen Planungen/Maßnahmen führen zu einer Verdrängung des Hauptverkehrsstroms in die bewohnten Straßen und Wohngebiete Richtung FLS. Gleichzeitig wird - durch das damit bewirkte "Abhängen" der AS BB/Sifi sowie des vorgesehenen Ausbaus der AS BB-Ost - ein erhöhtes Verkehrsaufkommen mitsamt drastisch vergrößertem LKW-Anteil aus Richtung Stuttgart in die Innenstadt, FLS, Landhaus- und Stuttgarter Straße gezogen.

b) Eine rein kosmetische Verbesserung der Situation zwischen Parkhäusern und Gebäuderückseiten um den Preis der menschlichen Gesundheit und der Zerstörung von Wohngebieten ist nicht hinnehmbar.

4.) Die vom Büro Modus Consult vorgestellten Prognosewerte für 2020 sind teilweise absurd. Entsprechende Nachfragen wurden nicht beantwortet. Ein Beispiel: für die FLS, wird, bei einem aktuell festgestellten Verkehrsaufkommen von 7.500 Kfz/Tag - und angesichts der unbestreitbaren zukünftigen Mehrbelastung - von einer drastischen Reduzierung des Verkehrs auf 3.800 bis 4.000 Kfz/Tag ausgegangen. Wir werden diese Prognosen einer sehr intensiven Betrachtung unterziehen und fordern nochmals dazu auf, Auskunft über die Voraussetzungen für die Ermittlung der strittigen Prognosezahlen zu erteilen.


Daniel Gräble
Sprecher Interessengemeinschaft Friedrich-List-Straße

Diese Pressemitteilung basierte auf der Zahl von festgestellten 7.500 Kfz/Tag (s.o.). So wie sie am 17.4.2008 öffentlich mehrfach genannt und auf genaue Nachfrage(n) öffentlich wiederholt und bestätigt wurde.

Am 19.4.2008 (Kreiszeitung) erschien ein Artikel über die Bürgerinformation "Auf dem Weg zu einem neuen Generalverkehrsplan". Dass wir dabei OB Vogelgsang in manchen Punkten (aber nur in manchen Punkten!) heftig unterstützt haben, stand nicht drin. Er fragte sogar, was er denn "verbrochen" habe, als er darauf hingewiesen wurde, dass es uns freue, ihn endlich und sogar dreimal in einer einzigen Veranstaltung unterstützt zu haben (aber nur in manchen Punkten!).

Am 24.4.2008  erschien ein Leserbrief in der Kreiszeitung zum Thema LKW und Nordtangente.

Im gleichen Zeitraum 2 Leserbriefe in der Stuttgarter und der Sindelfinger Zeitung.

Wir danken unseren Tageszeitungen.

Juni 2008

Einige Leserbriefe in der Sindelfinger Zeitung, Kreiszeitung und Stuttgarter Zeitung.

Nochmals Dank an die Tageszeitungen!

24.6.2008

Ein schöner Artikel zur WBA-Verengung und ein ebenso schöner Kommentar dazu ("Kosmetik") in der Stuttgarter Zeitung.

26.6.2008

Auf vielfachen Wunsch aus der Bürgerschaft soll auch mal erwähnt werden, dass "die Liststraße" auch früher schon öfter mal, sogar groß, in den Zeitungen stand. Das hole ich hiermit nach: wir sind schon früher öfter in den Zeitung gestanden, sogar groß. 

29.6.2008

Stellungnahme der Interessengemeinschaft Friedrich-List-Straße zu den Aussagen von Zweckverbandsgeschäftsführer, Herrn Scholz v. 27.6.2008, Stuttgarter Zeitung:

Die Verengung der Wolfgang-Brumme-Allee zieht nicht nur negative Folgen für die Wohngebiete in der Böblinger Oststadt nach sich, sondern auch für 300 Wohnungen auf dem gemeinsamen Flugfeld. Der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Herr Scholz, scheint dies, trotz bester Informationen, ebensowenig gewußt zu haben wie sein derzeitiger Vorsitzender, Oberbürgermeister Vogelgsang. Auch die weiteren Böblinger Zweckverbandsmitglieder, sämtlich aus dem Gemeinderat, sind nun in ein seltsames Licht gerückt. 9 Tage nach dem Beschluß zur WBA fordert Herr Scholz ein teures Straßen-"Provisorium", um die negativen Folgen der Verengung auf dem Flugfeld abzumildern. Das stellt keinen Schildbürgerstreich mehr dar und verlangt nach durchgreifenden Konsequenzen. Der Böblinger Gemeinderat und Oberbürgermeister Vogelgsang sind nachdrücklichst aufgefordert, sofortige Maßnahmen zu ergreifen, um weitere kostenintensive Folgen zu verhindern. Das Zuschieben des Schwarzen Peters, z.B. an die Kreissparkasse, protestierende Bauträger oder andere Interessengruppen, ist inakzeptabel. Die Aussetzung des Verengungsbeschlusses, ein wirksames Eintreten für den zügigen Ausbau der A 81 samt Lärmschutz, der Bau der Flugfeldallee und eine beschleunigte Fertigstellung der Planung für die Nordtangente sind nun vordringlich. Es gibt weitere wichtige Maßnahmen, die eines unverzüglichen Beginns bedürfen, mit Rücksicht auf eine scheinbar überfordete Stadtverwaltung sollte die Liste jedoch nicht zu lang werden.
Mehr und mehr stellt sich die Frage, ob die Stadt Böblingen noch fähig ist, sich der aktuellen Verantwortung stellen zu können.
Verwunderung herrscht auch angesichts der sehr stillen Haltung der Stadt Sindelfingen. Sie hätte zumindest warnen müssen.

Daniel Gräble
Sprecher der Interessengemeinschaft Friedrich-List-Straße