Böblingen und Sindelfingen

Da unsere unertägliche Wohnsituation untrennbar mit den Geschicken der gesamten Stadt und teilweise mit denen Sindelfingens verknüpft zu sein scheint, werden wir an der Zukunft Böblingens mitarbeiten - auf diejenige Art und Weise, die uns möglich ist. Wir wollen aus der Gegenwart, die im Vergleich mit anderen Städten nicht nur bez. Verkehr und Stadtentwicklung eher als Vergangenheit zu bezeichnen ist, eine lebenswerte Zukunft machen. So werden wir ein wirtschaftskräftiger Standort bleiben, bei dem auch die weichen Faktoren zur Attraktivität beitragen.

Unsere liebenswerte und identitätsstiftende Eigenwilligkeit begrenzt sich zur Zeit auf das  Ausmalen des urbanen Tellerrands. Sie sollte ihre Bedeutung in der gesamten Metropolregion entwickeln können. Wie das geht - und wie das geht! - zeigen uns andere Städte der näheren und weiteren Umgebung nahezu täglich. Ein willkommener Nebeneffekt wird die Stärkung der gesamten Region Stuttgart sein.

Wir werden deshalb bereits jetzt versuchen, den Weg zu bahnen, den unsere Verantwortlichen früher oder später gehen werden, - ob sie wollen oder nicht.

Der Anfang ist die dringend notwendige gemeinsame Verkehrspolitik mit Sindelfingen. Später werden wir uns mit der Zukunft unseres gemeinsamen Ballungsraumes innerhalb der Metropolregion Stuttgart befassen müsssen.

Dafür wurde von kompetenter Seite bereits Unterstützung signalisiert.

Konkretes ist in Planung und gegenseitige Unterstützung zugesagt.

Zur Region

Das politische Gewicht Böblingens (und auch Sindelfingens) innerhalb der Region Stuttgart muss dringend gestärkt werden. Die Stadt Sindelfingen hat bereits daran gearbeitet und ist uns nicht nur in diesem Bereich voraus. Doch auch Sindelfingen kann keine gemeinsamen Verkehrsprobleme im Alleingang lösen, den Autobahntunnel herbeizaubern oder beiden Städten zu einer angemessenen Stellung innerhalb der (Metropol-)Region verhelfen.

Aufgrund der Verzahnung von Region und Kommunen muss auch auf regionaler Ebene endlich Einfluß geltend gemacht werden. Viele lokale Probleme sind zu beseitigen, die uns  auch von außerhalb aufgebürdet wurden.

Ein Beispiel: wenn in einer Wohnstraße wie der FLS der Verkehr eingedämmt werden soll, spielen die Regionalplanung (siehe Anstehende Aufgaben, Punkt 3.)), das Land (warum hat man es noch nicht geschafft, vom Bund eine entlastende A 81 mit Deckel finanziert zu bekommen?) und die Bundespolitik eine Rolle (Baden-Württemberg wird seit Jahrzehnten benachteiligt und verfügt nur über 67% des Autobahnnetzes anderer Bundesländer).

Zur Verbesserung unserer Lage sollten die beiden Städte als ein gemeinsamer Ballungsraum auftreten - mit einer klaren Forderung an die Region zwecks Unterstützung eines schnellen, menschen- und städtegerechten Autobahnausbaus gegenüber dem Bund. Danach oder parallel dazu müssen weitere dringende (bundes-)strassenverkehrliche Projekte angegangen werden.

Unsere Landeshauptstadt hat ihre Angelegenheiten nun zufriedenstellend geklärt, ebenso wie einige andere Städte der Region. Der Zeitpunkt ist günstig, ein Bewußtsein für die Lösung unserer Probleme zu schaffen, bevor wieder ausschließlich andere Dinge die Diskussion besetzen. Gehört werden wir aber nur, wenn beide Städte gemeinsam agieren.